Infolge fehlender personeller Ressourcen musste die auf Ende Januar 2012 angekündigte Zimmerberg-Podiumsdebatte auf später verschoben werden. Ein anderes Datum steht hingegen fest: Die ordentliche Jahresversammlung findet am Mittwoch, 22. 02. 12, 20.00,im Restaurant zum Würfel in Rotkreuz statt. Einladung folgt.
Von der Konsultation der Zuger Baudirektion mit Einsprechern gegen die geplante Doppel-spurinsel Walchwil wurde unser Komitee vorerst ausgeschlossen. Erst nach energischem Protest erwirkten wir eine Einladung analog zu Privatpersonen und politischen Parteien. Offenkundig ist das Raumplanungsamt nicht geneigt, die Notwendigkeit des Bauvorhabens genauer abzuklären. Der SBB-Standpunkt wird kritiklos geteilt. Parallelen zur Fehlinvestition 4. Teilergänzung S-Bahn Zürich auf dem Abschnitt Thalwil–Zug sind augenfällig.
Unsere Verbündeten in Walchwil erreichten mit juristischen Einwänden immerhin, dass die Regierung weitere Abklärungen treffen muss und ein weiteres Treffen in Aussicht stellte. Unsere Hoffnungen ruhen auch auf der Raumplanungskommission des Kantonsrates sowie möglicherweise auch der Kommission öffentlicher Verkehr, die unabhängig und unvorein-genommen urteilen sollte(n), auch wenn nicht Kantons-, sondern 110 Mio. an Bundesmitteln für das fragwürdige Projekt vorgesehen sind.
Positiv ist zu vermelden, dass unser Standpunkt zu Walchwil in der renommierten Fachzeit-schrift «Schweizer Eisenbahn-Revue» ausführlich dargestellt wurde (SER 1/1012, S. 16), indem man unsere Eingabe mit einigen redaktionellen Ergänzungen fast vollständig übernommen und damit breite Fachkreise erreicht hat.
Nach wie vor halten die SBB die Fahrlagen der neuen Halbstunden-Schnellzüge auf der Achse Zürich–Gotthard unter Verschluss, so dass wir Standort und Länge der effektiv erforderlichen neuen Kreuzungsstelle mit der S 2 nicht genau berechnen können. Immerhin mussten die Verantwortlichen unsere These, wonach die Schnellzüge auch nach Eröffnung des Gotthard-Basistunnels nicht in Walchwil, sondern nördlich von Arth-Goldau oder wie bis anhin weiter südlich (bei Steinen) kreuzen werden, mehrfach bestätigen. Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die 2,3 km lange Doppelspurinsel eine versteckte Vorinvestition für die Basistunnelvariante ist.
Die offiziell anvisierte Streckensperrung Oberwil–Arth-Goldau von 2016 – 18 ist nicht nur für die Anwohner des Zugersee-Ostufers eine Zumutung, sondern auch ein Affront gegenüber Nord-Süd-Reisenden aus Rotkreuz und dem Freiamt:
Obwohl die Spitzkehre der Reisezüge auf der Gotthardachse in Rotkreuz einen Halt von ca. 6 Minuten erfordert, dürfen Reisende (unter Bussandrohung von Fr. 90.-?) weder aus- noch zusteigen. Die Forderung, den Fahrgastwechsel zuzulassen, lehnen die SBB mit der Begrün-dung ab, für den entsprechenden planerischen Aufwand fehle die Zeit.
Unter der Leitung von Prof. Daniel Mange von der EPFL (Ecole polytechnique fédérale de Lausanne) bereiten Fachleute die Zweitauflage der Publikation «Plan Rail 2050» vor. Im persönlichen Gespräch mit Herrn Mange konnten wir erreichen, dass «Zimmerberg light» als „contre-projet“ zum Zimmerberg-Basistunnel II erwähnt wird. Das Werk soll unter dem Titel «Bahnplan 2050» auch auf deutsch erscheinen, voraussichtlich im Frühjahr/Sommer 2012.
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