Starker Franken bremst das Autogewerbe

 

 

 

Generalversammlung Auto Gewerbe Kanton Zug

PD. Zug, 1. Juni 2012 – Das Zuger Autogewerbe sieht sich mit deutlich mehr Direk¬t¬importen von Autos aus dem Ausland konfrontiert. Der Hauptgrund dafür ist die Franken¬stärke. Direkt-importe und Wertverluste bei den Occasionen wirkten sich negativ auf die Rendite der Zuger Garagisten aus. Dies erläuterte Beat Grepper, Präsident des Autoge¬werbeverbands Schweiz (AGVS) Sektion Zug, an der Generalversammlung. Sie fand kürzlich in Unterägeri statt.

Positiv ist nach wie vor die Entwicklung auf dem Neuwagenmarkt. Gesamtschweizerisch wurden 2011 knapp 319‘000 Autos in Verkehr gesetzt. Das sind so viele wie seit 1990 nicht mehr. Die Steigerung betrug im Vergleich zum Vorjahr satte 8,4 Prozent. Auch die Nutzfahr-zeuge legten zu – 17 Prozent die kleinen und 24 Prozent die grossen Lastwagen. Im Kanton Zug wurden 6603 Neuwagen erworben – 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Cash-Flow der rund 40 Zuger AGVS-Garagen betrug durchschnittlich 2 Prozent. Das entspricht einem leich-ten Rückgang von 0,2 Prozent.

CO2-Verordnung – Marken unterschiedlich betroffen
Die Zuger Garagisten setzten sich an der Generalversammlung mit der Einführung der CO2-Abgabe auseinander. Die Verordnung dazu tritt am 1. Juli in Kraft. Das Ziel dieser Verord¬nung ist die Reduktion des Schadstoffausstosses von Neuwagen. Dieser betrug 2011 durch-schnittlich 155 g/km CO2 pro Fahrzeug. Dieser Wert soll bis 2015 stufenweise auf 130 g/km verringert werden. Occasionen sind von der Abgabe nicht betroffen. Je nach Automarke, Typ und Volumen des Imports gibt es sehr unterschiedliche Grenzwerte.

Die neue Verordnung beeinflusst die Preise von Neuwagen unterschiedlich stark. Am stärks-ten betroffen sind Modelle von hochpreislichen Kleinherstellern mit hohem Treibstoff¬ver-brauch. Käuferinnen und Käufer von normalen Autos der so genannten Volumen¬her¬steller hingegen werden keinen oder nur einen geringen Preisaufschlag auf ihr neues Auto zahlen müssen. – Beim Kauf eines Neuwagens fragt man am besten den Garagisten. Er kann kom-petent Auskunft geben.

Karl Kobelt, Mediensprecher,

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