«Stimme der Geothermie» in Zug gegründet

Geothermie ist eine vielversprechende Quelle für Strom- und Wärmegewinnung. In Zug wurde am Montag der Verein Geothermische Kraftwerke Zug (VGKS-ZG) gegründet. Nationalrat Gerhard Pfister wurde zum Präsident, Nationalrat Thomas Aeschi zum Vizepräsidenten gewählt. Der VGKS-ZG hat zum Ziel, über den Nutzen von Geothermie zu informie-ren und mittelfristig für die Realisation eines Geothermie-Kraftwerkes auf Kantonsgebiet zu sorgen.

Zug, 21. August 2012: Die Energiebeschaffung ist eines unserer wichtigsten Themen und Anliegen in nächster Zukunft. Die Nachfrage nach Strom wird – trotz Spar- und Effizienzmassnahmen – nicht sinken. Im Gegenteil: Strom substituiert immer mehr primäre Energieträger wie Öl, Gas oder Kohle. Deshalb müssen in naher Zukunft neue Kraftwerke für die Erzeugung von Strom erstellt, alte ausgebaut und andere Energiequellen erschlossen werden. Von allen erneuerbaren Energien hat die Geothermie das grösste theoretische Potenzial. Zudem kann die Geothermie im Gegensatz zu den meisten neuen erneuer-baren Energien wertvolle Bandenergie liefern, wie es heute im grösseren Mass in der Schweiz nur Wasserkraftwerke kön-nen – rund um die Uhr, nachhaltig, erneuerbar und frei von Emissionen.

Vor diesem Hintergrund wurde am Montag, dem 20. August 2012, der Verein Geothermische Kraftwerke Zug gegründet mit dem Ziel, die Zuger Entscheidungsträger mit der Bevölkerung aufzurütteln, ihnen das unerschöpfliche energetische Potenzi-al der Geothermie im Kanton Zug darzulegen und über eine Explorationsgesellschaft bis im Jahre 2020 ein erstes geother-misches Kraftwerk zu realisieren. Zum Präsident wurde Kantonsrat Gerhard Pfister und zum Vizepräsidenten Nationalrat Thomas Aeschi gewählt. Im Vorstand des VGKS-ZG nehmen zudem Kantonsrätin Leonie Winter, Kantonsrat Thiemo Hächler, alt Gemeindepräsident von Hünenberg Hans Gysin, der Geologe Beat Keller sowie die Unternehmer Jürg Strub, Andreas Widmer und Andreas Heizmann Einsitz.

Klare Vereinsziele zur Förderung der geothermischen Stromgewinnung
Präsident Gerhard Pfister hält die Ziele des Vereins fest: „Wir müssen aus Verantwortung gegenüber der kommenden Ge-neration, wie die Energieversorgung gelöst werden kann und gegenüber unserer Umwelt die Grundlagen für die Tiefen-Geothermie schaffen. Darum wird der VGKS-ZG die Bevölkerung über Chancen und Risiken der Geothermie zur Strom- und Wärmeproduktion informieren und für die Realisierung eines Geothermie-Kraftwerkes bis 2020 sorgen.“ Der VGKS-ZG fordert dazu Beiträge an die Grundlagenforschung und Erhebung von Daten zur Beschaffenheit des Untergrundes; die Schaffung günstiger gesetzgeberischer und raumplanerischer Rahmenbedingungen; die rasche Behandlung von Bewilli-gungsverfahren für Geothermieprojekte; kantonale Beiträge zur Initiierung oder Unterstützung einer Explorationsgesell-schaft, die im Kanton Zug die Realisierung eines geothermischen Kraftwerkes an die Hand nimmt sowie den Anschub von Projekten zur Förderung von Tiefen-Geothermie.

Der Verein Geothermische Kraftwerke Zug ist neben dem Aargauer und dem Zürcher die dritte gegründete Sektion des Dachverbandes Verein Geothermische Kraftwerke Schweiz. Der Dachverband VGKS bezweckt die Förderung der geothermischen Strom- und Wärmegewinnung auf dem gesamten Gebiet der Schweiz. Er fördert die Gründung und Koordination der angeschlossenen kantonalen oder regionalen Vereine (Sektionen), welche sich demselben Zweck wie der VGKS in ihrem geographischen Einzugsgebiet widmen.

Gerhard Pfister, Präsident VGKS-ZG

 

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