Stellungnahme der SBB zu Stecken am Zugersee

informationVorprojektZugereeStellungnahme zur SBB Medienmitteilung „Kürzere Streckensperre am Zugersee“

Positiver Schritt, Fragezeichen bleiben und neue Fragen kommen hinzu

Die konstruktive Opposition im Kantonsrat, der Widerstand aus der Bevölkerung in Walchwil und wohl auch der sich abzeichnende Druck im Ständerat (Interpellation Eder) zeigen Wirkung. Die SBB verkürzen die Streckensperre am Zugersee Ost von 2 Jahren auf anderthalb Jahre. Das ist ein positiver Schritt.

Präsentation PDF der SBB

Medienmitteilung der SBB vom 18 August 2013

Am Informationsanlass der SBB für die beiden kantonsrätlichen Kommissionen (RPK und KöV) und Behörden von gestern Abend wurde recht umfassend informiert, was wir sehr begrüssen. Die anschliessende Diskussion brachte weitere wichtige Erkenntnisse, aber auch neue Fragen:

  • Am Start der Streckensperrung bei Eröffnung des Gotthard Basistunnels (GBT) halten die SBB fest.
  • Die Länge der Streckensperre ohne Neubau der Doppelspur in Walchwil bezifferte der Vertreter der SBB auf ca. ein Jahr. Dies allerdings ohne 3-Schicht-Betrieb in den unbewohnten Gebieten und ohne wirklich tiefgehende Abklärung.
  • Die Leiterin der Netzentwicklung SBB konnte keine verbindliche Aussage machen, ob das halbe Jahr Verkürzung in eine vorzeitige Aufhebung der Umleitung über Rotkreuz umgesetzt wird (unterjähriger Fahrplanwechsel)!
  • Ein kürzlich bekannt gewordener Vertrag zwischen SBB und Trenitalia wird neue Abfahrtszeiten in Zürich sowohl für ZH-Milano wie auch ZH-Lugano bringen. Inwiefern das die Ergebnisse der Simulation der beiden Varianten für die Doppelspurerweiterung beeinflusst, konnte nicht beantwortet werden. Da wegen eines angeblichen Abkreuzungskonfliktes von zwei Minuten die SBB die Variante Murpfli verworfen hatte, ist diese Frage von Bedeutung.

Die beiden Unterzeichneten halten fest, dass die Frage nach einer unabhängigen Expertise für die beste Variante nun zusätzliche Aktualität gewinnt. Bei entsprechenden Anstrengungen scheint eine deutlich verkürzte Sperrung für die Streckensanierung alleine nicht völlig aus der Luft gegriffen. Umso mehr als an der Präsentation darauf hingewiesen wurde, dass es beim Neubau der Doppelspur in Walchwil sehr zeitintensive Module (Büeltunnel) hat. Zur Erinnerung: die von uns vorgeschlagene Kreuzungsstelle Murpfli befindet sich in unbewohntem Gebiet und könnte im laufenden Betrieb gebaut werden.

Martin Stuber und Philip C. Brunner, Kantonsräte, Zug

18.6.2013

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *