Wirtschaft, Zuwanderung und Integration

Wirtschaft, Zuwanderung und Integration

“Brauchen wir Zuwanderung?” hiess eine Veranstaltung der Zuger Wirtschaftskammer Ende August. Antwort der Wirtschaft: Ja! Darum fordern die Wirtschaftsverbände “konstruktive und sachgerechte Lösungen”, um negative Begleiterscheinung der Zuwanderung abzufedern.

Ganz anders die Zuger FDP und SVP. Beide erkennen nicht, dass die Zugewanderten besser integriert werden müssen und verhindern mit ihrem Nein zum Integrationsgesetz sinnvolle Massnahmen, die langfristig Kosten sparen (weniger soziale und berufliche Probleme). Noch im Kantonsrat stimmte die FDP fast geschlossen Ja. Der Rat selber sagte klar mit 56:19 Ja. Will sich hier die Partei gegenüber der SVP anbiedern?

Eine SVP, die mit Pauken und Trompeten gegen die Masseneinwanderung wettert, dann aber in Zug alle Massnahmen verhindern, um die negativen Folgen dieser abzufedern. Jüngstes Beispiel – als einzige Partei stemmte sie sich gegen die Möglichkeit, Zonen für preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. Die SVP setzt sich also nicht für die Bevölkerung, die unter hohen Wohnkosten leidet ein. Sie stützt diejenigen, welche von der Zuwanderung mit Preistreiberei und Immobilienspekulation Geld verdienen.

Ich selber schätze die Internationalität von Zug sehr. Aber alle Seiten müssen mehr aufeinander zukommen. Darum: Ja zum Integrationsgesetz.

Stefan Gisler, Kantonsrat Alternative-die Grünen, Zug

 

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