Leserbrief zum Artikel „Der Gemeinderat hat schlecht geplant“

Leserbrief zum Artikel „Der Gemeinderat hat schlecht geplant“ vom 3. September in der Neuen Zuger Zeitung

Eine Kantonsrätin und ehemalige Präsidentin der CVP Hünenberg lehnt sich zum Thema Schulhaussanierung- und Erweiterung weit aus dem Fenster. Im Interview mit dieser Zeitung bezichtigt sie den Gemeinderat Hünenberg der Augenwischerei, der Intransparenz und der schlechten Planung. Angriffe auf einen Gemeinderat in dieser Schärfe und Wortwahl sind in der Zuger Politik zum Glück nicht üblich und auch in keiner Weise angebracht.

Frau Andenmatten konzentriert sich einzig auf die Kosten des Bauvorhabens. Dies scheint uns sehr einäugig, handelt es sich doch um die Sanierung und Erweiterung eines grossen Oberstufenschulhauses. Wo bleiben die Oberstufenschülerinnen und -schüler, die angemessene Schulräume brauchen? Wo bleibt die Lehrerschaft, die seit einigen Jahren in sehr beengten Verhältnissen Unterricht erteilen? Wo bleibt die Umwelt mit einem Schulhaus in energetisch schlechtem Zustand? Wo bleibt die sogenannte Familienfreundlichkeit der CVP? Dazu hat Frau Andenmatten offenbar nichts zu sagen.

Ausserdem enthalten ihre Aussagen diverse Fehler. Sie befürchtet, dass „im anderen Oberstufenschulhaus und für die Unterstufe“ die Lernlandschaften auch gefordert würden. Aber Hünenberg hat eben nur EIN Oberstufenschulhaus und die Lernlandschaften sind vom Kanton gefordert, nicht von der Gemeinde, und nur für die 3. Oberstufe. Dann bezieht sich Frau Andenmatten auf den Investitionsplan um die Schuldenentwicklung vorauszusagen. Als Politikerin weiss sie, dass dies ein Arbeitsinstrument des Gemeinderates ist, und nie im ganzen Umfang umgesetzt wird. Ferner geht sie bei der gefürchteten Steuererhöhung vom Steuersatz 70% aus und vergisst geflissentlich die Steuerrabatte der vergangenen Jahre.
Wenn Frau Andenmatten meint, den Gemeinderat in dieser unfairen Weise angreifen zu müssen, sollte sie wenigsten ein Gesamtbild im Auge haben und die richtigen Fakten bringen.

Die SP Hünenberg steht im Interessen unserer Jugend voll hinter dem Bauvorhaben und nimmt gerne zur Kenntnis, dass die CVP-Parteiversammlung auch die Ja-Parole beschlossen hat.

 

SP Hünenberg

Hubert Schuler, Präsident

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